Mentoring-Programme
Mentoring-Programme sind strukturierte Personalentwicklungs- und Bindungsformate, in denen erfahrene Mentorinnen und Mentoren weniger erfahrene Beschäftigte (Mentees) über einen festgelegten Zeitraum begleiten. Sie können intern (innerhalb desselben Unternehmens), extern (übergreifend, oft im Verband) oder als Cross-Company-Programm gestaltet sein. Ziel ist es, Wissen und Erfahrung gezielt weiterzugeben, persönliche Entwicklung zu fördern und Bindung an das Unternehmen oder den Berufsstand zu stärken.
Bestandteile
- Programm-Koordination: wählt Paare aus, klärt Spielregeln, bietet Begleitung und Reflexion.
- Mentor-Pool: erfahrene Personen, die Zeit und Bereitschaft mitbringen.
- Mentee-Auswahl: klare Kriterien, oft kombiniert mit Talentprogrammen.
- Matching: Profile vergleichen, gemeinsame Themen finden, Chemie prüfen.
- Begleitung: Auftakt, Halbzeit, Abschluss, gegebenenfalls Schulungen.
Räume und Vertraulichkeit
Mentoring lebt von Vertraulichkeit, also brauchen Treffen ungestörte Räume mit guter Akustik. Eine durchdachte Büroplanung sieht kleine Vertrauensräume oder Lounge-Bereiche vor, die genau für solche Gespräche gedacht sind. Auf der digitalen Seite unterstützen geschützte Videokonferenzen und Plattformen das hybride Format. IT-Dienstleistungen für den Mittelstand sorgen für sicheren Betrieb solcher Plattformen.
Vertiefung
Eine ausführliche Darstellung mit Phasenmodell, Methoden, rechtlichen Aspekten und besonderen Formen wie Reverse oder Cross-Mentoring findet sich im Eintrag Internes Unternehmens-Mentoring.
Synonyme
Mentoring, Mentoren-Programme, Patenprogramme (im weiteren Sinn), Coaching-Programme. Im engeren Sinn ist Mentoring länger angelegt als Coaching und stärker beziehungsorientiert.
Siehe auch
Literaturhinweise
- Kram, K.: Mentoring at Work, University Press of America.
- Deutsches Mentoring Forum: Praxisleitfaden Mentoring in Unternehmen.
- Schmid, B. / Haasen, N. / Hipp, J.: Wer braucht hier eigentlich wen, Mentoring im Unternehmen.
