Mentoring-Programme
Mentoring-Programme sind systematisch organisierte 1:1-Beziehungen, in denen erfahrene Mitarbeiter (Mentoren) jüngere oder neue Kollegen (Mentees) bei deren beruflicher Entwicklung begleiten. Anders als Coaching, das stärker auf Lernziele und Methodik setzt, lebt Mentoring von Erfahrungstransfer, Netzwerkzugang und persönlicher Vorbildwirkung. Im Mittelstand sind Mentoring-Programme ein wirkungsvolles und kostengünstiges Instrument für Onboarding, Fachkräftebindung, Wissensbewahrung und Talententwicklung, insbesondere bei Generationenwechseln.
Was ein gutes Programm braucht
- Klare Ziele und Laufzeit (meist 6 bis 12 Monate).
- Sorgfältiges Matching zwischen Mentor und Mentee.
- Strukturierter Rahmen mit Erstgespräch, Zwischen- und Abschlussgespräch.
- Vertraulichkeit und klare Trennung von Mentoring und Beurteilung.
- Schulung der Mentoren, mindestens kurzer Workshop zu Rolle und Methodik.
- Wirkungsmessung über Befragung und Bindungsdaten.
Räume und Werkzeuge
Mentoring-Treffen brauchen ungestörte Räume mit informeller Atmosphäre. Eine durchdachte Büroplanung sieht kleine Loungebereiche oder ruhige Zweier-Tische vor, in denen ein vertrauliches Gespräch leichter gelingt als am offenen Schreibtisch.
Synonyme
Mentoring, Patenprogramm, Internes Unternehmens-Mentoring (im engeren Sinn).
Siehe auch
- Internes Unternehmens-Mentoring
- Talentmanagement
- Führungskräfteentwicklung
- Wissensaustausch
Literaturhinweise
- Kathy E. Kram: Mentoring at Work. 1985.
- Belle Rose Ragins, Kathy E. Kram (Hg.): The Handbook of Mentoring at Work. 2007.
- Deutsche Gesellschaft für Mentoring (DGM): Mentoring-Studie.
