Produktivitätssteigerung
Produktivitätssteigerung beschreibt alle Maßnahmen, die das Verhältnis von Output (geleistete Arbeit) zu Input (eingesetzte Zeit, Menschen, Geld) verbessern. Im Bürobetrieb geht es selten um „mehr Tempo“, sondern fast immer um weniger Verschwendung: weniger Doppelarbeit, weniger Wartezeiten, weniger Unterbrechungen. Gabler-Definition: Produktivität ist das mengenmäßige Verhältnis von Ausbringungs- zu Einsatzgrößen. Studien des Fraunhofer IAO zeigen, dass im Wissensbüro 30 bis 40 Prozent der Arbeitszeit auf nicht wertschöpfende Tätigkeiten entfallen. Hier liegt der eigentliche Hebel.
Was nicht funktioniert
Die häufigsten Irrwege bei Produktivitätsinitiativen sind: pauschaler Druck („alle müssen schneller arbeiten“), neue Tools ohne Begleitung, mehr Meetings („wir müssen das besprechen“) und das Streichen von Pausen. Alle diese Ansätze führen kurzfristig zu Aktivitätsschauspielen und langfristig zu Krankenstand und Fluktuation. Echte Produktivitätssteigerung kommt aus weniger, nicht aus mehr.
Räume und Werkzeuge
Eine durchdachte Büroplanung ist einer der unterschätzten Hebel: Mit Konzentrationszonen, akustischen Möbeln und ergonomischer Ausstattung lässt sich die Tagesleistung pro Person nachweislich steigern, ohne dass jemand schneller arbeiten müsste. IT-Dienstleistungen für den Mittelstand begleiten bei der Auswahl produktivitätsstärkender Software und der Einführung von KI-Assistenten.
Synonyme
Produktivitätsverbesserung, Effizienzsteigerung, Output-Optimierung.
Siehe auch
- Produktivitäts- und Zeitmanagement
- Lean Office
- Wertstromanalyse
- Prozessoptimierung
Literaturhinweise
- Fraunhofer IAO: Office 21 (laufende Studienreihe).
- James P. Womack, Daniel T. Jones: Lean Thinking. 1996.
- Cal Newport: Deep Work. 2016.
