Prozessoptimierung
Prozessoptimierung ist die systematische Verbesserung bestehender Geschäftsprozesse mit dem Ziel, Durchlaufzeiten zu verkürzen, Qualität zu erhöhen, Kosten zu senken oder Mitarbeiter zu entlasten. Sie unterscheidet sich vom Business Process Reengineering, das einen Prozess komplett neu denkt, durch ihren evolutionären Charakter: viele kleine Schritte statt der großen Disruption. Methoden kommen aus Lean Management, Six Sigma, Kaizen und der klassischen Business-Process-Management-Welt (BPMN-Modellierung). Praktisch geht es immer um zwei Dinge: Verschwendung beseitigen und Wertschöpfung verstärken.
Vorgehen in vier Schritten
- Ist-Aufnahme: realen Prozess vor Ort mit Bearbeitungs-, Liege- und Wartezeiten dokumentieren (Wertstromanalyse).
- Schwachstellenanalyse: Verschwendungsarten identifizieren, Engpässe lokalisieren.
- Soll-Konzept: verbesserter Prozess mit Verantwortlichen, Werkzeugen, Kennzahlen.
- Umsetzung und Monitoring: Pilotbereich, Schulung, dann Rollout, kontinuierliche Messung.
Räume und Werkzeuge
Prozessworkshops brauchen viel Wandfläche und ungestörte Konzentration. Eine durchdachte Büroplanung sieht Workshop-Räume mit beklebbaren Wänden oder magnetischen Whiteboards vor. IT-Dienstleistungen für den Mittelstand begleiten bei Workflow-Tools (Microsoft Power Automate, Make, Camunda) und ERP-Anpassungen.
Synonyme
Geschäftsprozessoptimierung, Process Improvement, Process Excellence.
Siehe auch
- Geschäftsprozessoptimierung
- Lean Management
- Wertstromanalyse
- Six Sigma
- Kontinuierliche Verbesserung (Kaizen)
Literaturhinweise
- James P. Womack, Daniel T. Jones: Lean Thinking. 1996.
- Michael Hammer, James Champy: Reengineering the Corporation. 1993.
- Object Management Group: BPMN 2.0 Specification.
