Unternehmens-Wellness-Programm

Ein Unternehmens-Wellness-Programm bündelt betriebliche Maßnahmen zur Gesundheitsförderung: Bewegung, Ernährung, Stressbewältigung und Vorsorge. Es ist Teil des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) und unterscheidet sich von Einzelmaßnahmen wie einem Obstkorb dadurch, dass es als systematisches Programm mit Zielen, Budget und Erfolgsmessung aufgesetzt wird. Steuerlich relevant ist § 3 Nr. 34 EStG: Pro Mitarbeiter sind bis zu 600 Euro im Jahr für zertifizierte Maßnahmen steuer- und sozialabgabenfrei.

Vier Bausteine eines Wellness-Programms Aufgesetzt nach BGM-Logik (§ 20a SGB V) Bewegung Rückenschule Yoga, Pilates Lauf- oder Radgruppen Höhenverstellbare Schreibtische Bewegte Pause Fahrrad-Leasing Ernährung Obstkorb Wasserspender Gesunde Kantine Ernährungs- beratung Kochkurse Snack-Konzepte Mentale Gesundheit Stressmanagement Achtsamkeitstraining EAP (Beratung) Konfliktcoaching Meditationsräume Anonyme Hotline Resilienz-Workshops Vorsorge Sehtests Grippeschutzimpfung Hautkrebs-Screening Check-up Vorsorgewochen Ergonomische Beratung

Wirkung und Erfolgsmessung

Wellness-Programme sind keine reinen Wohlfühl-Maßnahmen. Studien des AOK-Fehlzeitenreports zeigen einen messbaren Rückgang der Krankheitstage bei Betrieben, die systematisches BGM betreiben. Wichtig ist die Erfolgsmessung über Kennzahlen wie Krankheitsquote, Fluktuation, Mitarbeiterbefragung und Teilnahmequoten an Maßnahmen. Wer kein Reporting aufsetzt, kann später nicht entscheiden, ob das Programm gewirkt hat.

Räume und Werkzeuge

Wellness-Programme stehen und fallen mit dem passenden Raum. Eine durchdachte Büroplanung schafft Bewegungs-, Ruhe- und Sozialflächen, die diese Programme erst praktisch nutzbar machen. Höhenverstellbare Schreibtische, Loungebereiche und akustisch geschützte Rückzugszonen sind dabei mehr als nettes Beiwerk.

Synonyme

Betriebliches Gesundheitsmanagement (im engeren Sinn), Corporate Wellness, BGF, Gesundheitsprogramm.

Siehe auch

Literaturhinweise

  • § 20a SGB V: Betriebliche Gesundheitsförderung.
  • § 3 Nr. 34 EStG: Steuerfreiheit für Gesundheitsmaßnahmen.
  • AOK-Fehlzeitenreport (jährliche Ausgabe).
  • Bundesministerium für Gesundheit: Leitfaden Prävention.
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