Unternehmens-Wellness-Programm
Ein Unternehmens-Wellness-Programm bündelt betriebliche Maßnahmen zur Gesundheitsförderung: Bewegung, Ernährung, Stressbewältigung und Vorsorge. Es ist Teil des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) und unterscheidet sich von Einzelmaßnahmen wie einem Obstkorb dadurch, dass es als systematisches Programm mit Zielen, Budget und Erfolgsmessung aufgesetzt wird. Steuerlich relevant ist § 3 Nr. 34 EStG: Pro Mitarbeiter sind bis zu 600 Euro im Jahr für zertifizierte Maßnahmen steuer- und sozialabgabenfrei.
Wirkung und Erfolgsmessung
Wellness-Programme sind keine reinen Wohlfühl-Maßnahmen. Studien des AOK-Fehlzeitenreports zeigen einen messbaren Rückgang der Krankheitstage bei Betrieben, die systematisches BGM betreiben. Wichtig ist die Erfolgsmessung über Kennzahlen wie Krankheitsquote, Fluktuation, Mitarbeiterbefragung und Teilnahmequoten an Maßnahmen. Wer kein Reporting aufsetzt, kann später nicht entscheiden, ob das Programm gewirkt hat.
Räume und Werkzeuge
Wellness-Programme stehen und fallen mit dem passenden Raum. Eine durchdachte Büroplanung schafft Bewegungs-, Ruhe- und Sozialflächen, die diese Programme erst praktisch nutzbar machen. Höhenverstellbare Schreibtische, Loungebereiche und akustisch geschützte Rückzugszonen sind dabei mehr als nettes Beiwerk.
Synonyme
Betriebliches Gesundheitsmanagement (im engeren Sinn), Corporate Wellness, BGF, Gesundheitsprogramm.
Siehe auch
Literaturhinweise
- § 20a SGB V: Betriebliche Gesundheitsförderung.
- § 3 Nr. 34 EStG: Steuerfreiheit für Gesundheitsmaßnahmen.
- AOK-Fehlzeitenreport (jährliche Ausgabe).
- Bundesministerium für Gesundheit: Leitfaden Prävention.
