Weiterbildungsmöglichkeiten
Weiterbildungsmöglichkeiten umfassen alle internen und externen Lernangebote, mit denen Beschäftigte ihre fachlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen über die Erstausbildung hinaus erweitern. Sie sind in Deutschland teils gesetzlich gefördert (Qualifizierungsgeld, Aufstiegs-BAföG), teils tariflich verankert (Bildungsurlaub: meist 5 Tage pro Jahr) und teils freiwillige Leistung des Arbeitgebers. In Zeiten des Fachkräftemangels gehören sie zu den wichtigsten Bindungs- und Recruiting-Instrumenten.
Förderprogramme im Überblick
Bund und Länder fördern berufliche Weiterbildung über mehrere Programme. Das Aufstiegs-BAföG (AFBG) übernimmt bis zu 75 Prozent der Lehrgangskosten bei Meister-, Fachwirt- und vergleichbaren Abschlüssen. Das Qualifizierungsgeld (seit 2024) sichert Beschäftigte ab, die wegen Strukturwandels umgeschult werden. Über die Bundesagentur für Arbeit gibt es Bildungsgutscheine für Arbeitssuchende. Bildungsurlaub steht in fast allen Bundesländern (außer Bayern und Sachsen) mit fünf Tagen pro Jahr zu, in Brandenburg sogar zehn Tage in zwei Jahren.
Räume und Werkzeuge
Inhouse-Schulungen brauchen flexible Räume mit guter Akustik, ausreichend Tageslicht und mobiler Bestuhlung. Eine durchdachte Büroplanung sieht Schulungs- oder Multifunktionsräume mit klappbaren Tischen, stapelbaren Stühlen und Whiteboard-Wänden vor. IT-Dienstleistungen für den Mittelstand begleiten bei Auswahl und Betrieb von Learning Management Systemen für die digitale Weiterbildung.
Synonyme
Fortbildung, Schulung, berufliche Weiterbildung, Personalentwicklung.
Siehe auch
Literaturhinweise
- Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG).
- Qualifizierungsgeldgesetz (QualG, 2024).
- Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB): Datenreport.
- Berufsbildungsgesetz (BBiG).
