Akustische Möbel
Akustische Möbel sind speziell konstruierte Büromöbel, die Schall absorbieren und so die Raumakustik verbessern. Sie reichen von Schallabsorbern an Decken und Wänden über akustisch wirksame Trennwände bis zu komplett geschlossenen Telefonboxen und Meetingräumen-im-Raum (sogenannte Meeting Pods). Im offenen Büro sind sie das wirkungsvollste Mittel gegen den größten Produktivitätskiller: den Lärm. Studien des Fraunhofer IBP zeigen, dass jeder vierte Wissensarbeiter im Großraumbüro durch Hintergrundgespräche regelmäßig in seiner Konzentration gestört wird.
Akustik-Kennwerte verstehen
Hersteller geben für akustische Möbel meist den Schallabsorptionsgrad (Alpha-w-Wert) an, der zwischen 0 (kein Effekt) und 1 (vollständige Absorption) liegt. Werte ab 0,7 gelten als hochwirksam, darunter eher dekorativ. Wichtig sind außerdem Frequenzbereiche: Stimmen liegen im mittleren Bereich (250 bis 2.000 Hz), in dem die meisten guten Absorber arbeiten. Ergänzend zu DIN 18041 (Hörsamkeit in Räumen) sollte die Nachhallzeit im Großraumbüro unter 0,6 Sekunden liegen. Wer höher liegt, hat ein Problem.
Räume und Werkzeuge
Eine durchdachte Büroplanung integriert akustische Möbel von Anfang an in das Raumkonzept. Erst Akustik, dann Möbel, ist die richtige Reihenfolge. Wer sie umkehrt, baut häufig nach, weil das Telefonieren im fertigen Raum nicht funktioniert.
Synonyme
Akustikmöbel, Schallschutzmöbel, Akustikabsorber, Acoustic Furniture.
Siehe auch
Literaturhinweise
- DIN 18041: Hörsamkeit in Räumen.
- VDI 2569: Schallschutz und akustische Gestaltung im Büro.
- ASR A3.7: Lärm.
- Fraunhofer IBP: Studien zur Bürokakustik.
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