Lounge-Möbel

Lounge-Möbel sind Möbel mit erhöhtem Komfort und niedrigerer Sitzhöhe, die in offenen Bereichen, Wartezonen, Cafeterien und informellen Besprechungszonen eingesetzt werden. Anders als klassische Konferenz- oder Schreibtischstühle laden sie zu kürzeren Aufenthalten in entspannter Haltung ein, etwa für spontane Abstimmungen, Pausen, Wartezeiten oder den ersten Kundenkontakt. Im modernen Bürokonzept sind Lounge-Möbel ein zentrales Element für Begegnung, Erholung und beiläufige Zusammenarbeit.

Definition und Einsatzfelder

Im Möbelhandel werden Lounge-Möbel als eigene Kategorie geführt, abgegrenzt von Bürostühlen, Konferenzmöbeln und Empfangsmöbeln. Sie folgen den Normen DIN EN 16139 (nicht-häusliche Sitzmöbel) und DIN EN 14749 (Stauraumelemente). Hochwertige Modelle haben das Quality Office-Siegel des Verbands bso, das ergonomische Eignung und niedrige Schadstoffemissionen belegt. Materialien reichen von Stoff- und Lederpolstern bis zu pflegeleichten Mikrofasern und kunstlederbeschichteten Modellen.

Möbeltypen für Lounge-Bereiche Sofa2- bis 4-Sitzer,offene Runde Sesseleinzeln,flexibel Hockerspontane,stapelbare Sitzgelegenheit Modulsofaflexibel kombinierbar,erweiterbar BeistelltischNotebook, Kaffee,Magazine SitzlandschaftgroßzügigeKonfiguration Akustik-Inselngeschützte Rückzugszonen Phone-BoothTelefon und Video allein
Acht Möbeltypen, die in Lounge-Bereichen kombiniert werden.

Einsatzfelder im Büro

  • Empfang und Wartezone: erster Eindruck für Gäste, kurze Aufenthalte vor Terminen.
  • Cafeteria und Kaffeezone: Pausen, informelle Begegnungen, Smalltalk.
  • Think Tanks und Kreativecken: kurze Sparrings, kreative Pausen.
  • Mitarbeiterlounges: Erholung, Lesen, Telefonate.
  • Coworking-ähnliche Bereiche: spontane Arbeit zwischendurch, Begegnungspunkte.
  • Showrooms und Ausstellungen: repräsentative Möblierung, Markendarstellung.

Akustik und Materialien

Lounge-Möbel mit Stoffbezug wirken schalldämpfend und verbessern die Raumakustik nach DIN 18041 (Hörsamkeit in Räumen). Modulare Sitzlandschaften mit hohen Lehnen schaffen Akustik-Inseln innerhalb offener Flächen. Ledermöbel sind pflegeleicht, akustisch aber weniger wirksam. Im Materialmix lohnt der Blick auf Brandverhalten (DIN EN 1021), Schadstoffemissionen (Greenguard, Blauer Engel) und Nachhaltigkeitssiegel wie FSC oder PEFC für Holzelemente.

Auswahl und Beschaffung

Bei der Auswahl helfen drei Fragen: Wo werden die Möbel eingesetzt (Empfang, Cafeteria, Mitarbeiterzone)? Wie viele Menschen sollen sie typischerweise nutzen (zwei Personen oder eine ganze Etage)? Welche Botschaft sollen sie aussenden (gediegen-repräsentativ, jung-modern, gemütlich-warm)? Hochwertige Lounge-Möbel kommen meist mit fünf bis zehn Jahren Garantie und ersetzbaren Bezügen, was die Lebensdauer deutlich verlängert. Ergänzend lohnt der Blick auf professionelle Büroplanung, die Lounge-Bereiche im Gesamtkonzept verortet.

Synonyme

Soft Seating, Empfangs- und Wartemöbel (im engeren Sinn), Lobbymöbel, Loungesofa. Im englischen Sprachraum hat sich Soft Seating als Sammelbegriff durchgesetzt, da neben Sofas auch Sessel, Hocker und Sitzlandschaften eingeschlossen sind.

Abgrenzung zu

  • Konferenzmöbel: für strukturierte Sitzungen mit Tisch und Stühlen.
  • Empfangsmöbel: Theken und Empfangsstühle, häufig mit Lounge-Möbeln kombiniert.
  • Bürostühle: Arbeitsplatzmöbel mit hoher ergonomischer Anforderung.
  • Cafeteria-Möbel: Esstische und Stühle, oft kombiniert mit Lounge-Bereichen.

Siehe auch

Literaturhinweise

  • DIN EN 16139: Möbel, Festigkeit, Dauerhaltbarkeit und Sicherheit, nicht-häusliche Sitzmöbel.
  • DIN EN 14749: Wohn- und Büromöbel, Stauraumelemente.
  • DIN EN 1021: Beurteilung der Entzündbarkeit von Polstermöbeln.
  • DIN 18041: Hörsamkeit in Räumen.
  • Quality Office, Verband bso.
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