Raumklima
Raumklima ist die alltagsnahe Bezeichnung für die physikalischen und chemischen Bedingungen in geschlossenen Räumen. Dazu zählen Temperatur, Luftfeuchte, Luftbewegung, Frischluftzufuhr, Kohlendioxidgehalt sowie Belastungen durch flüchtige organische Verbindungen, Feinstaub und Schimmelsporen. Im Bürokontext ist der Begriff weitgehend gleichbedeutend mit Innenraumklima und entscheidet maßgeblich über Konzentration, Wohlbefinden und Krankenstand.
Wichtige Größen
- Raumtemperatur 20 bis 22 Grad Celsius im Winter (ASR A3.5).
- Relative Luftfeuchte 30 bis 65 Prozent.
- Luftgeschwindigkeit unter 0,2 Meter pro Sekunde.
- CO2-Gehalt unter 1.000 ppm (Pettenkofer-Schwelle).
- Beleuchtung 500 Lux am Arbeitsplatz nach ASR A3.4.
- Akustik nach DIN 18041, Nachhallzeit 0,4 bis 0,6 Sekunden.
Räume und Möbel
Möbel, Bodenbeläge und Vorhänge beeinflussen das Raumklima messbar. Eine durchdachte Büroplanung bezieht Materialwahl, Lüftung und Akustik gemeinsam ein und vermeidet typische Konflikte zwischen Energieeffizienz und Komfort. Auf der technischen Seite begleiten IT-Dienstleistungen für den Mittelstand bei der Steuerung vernetzter Gebäudetechnik mit Sensoren für Temperatur, Feuchte und CO2.
Vertiefung
Eine ausführliche Darstellung mit Faktoren, Wirkungen, Studien und konkreten Maßnahmen findet sich im Eintrag Innenraumklima.
Synonyme
Innenraumklima, Indoor Air Quality (IAQ), Bürobedingungen, Innenraumluft.
Siehe auch
Literaturhinweise
- DIN EN 16798: Energetische Bewertung von Gebäuden, Lüftung in Gebäuden.
- ASR A3.5: Raumtemperatur, ASR A3.6: Lüftung.
- VDI 6022: Hygieneanforderungen an Lüftungs- und Klimaanlagen.
- Umweltbundesamt: Leitfaden Innenraumlufthygiene.
