Raumklima
Raumklima beschreibt die Summe aller atmosphärischen Bedingungen in einem Raum: Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftgeschwindigkeit, CO2-Gehalt und Schadstoffkonzentration. Im Bürobetrieb beeinflusst es Konzentration, Wohlbefinden, Krankheitsstand und sogar die Fehlerquote. Maßgeblich sind die Arbeitsstättenrichtlinie ASR A3.5 (Raumtemperatur), ASR A3.6 (Lüftung) und VDI 6022 (Hygieneanforderungen an Lüftungs- und Klimaanlagen). Studien des Fraunhofer IBP zeigen, dass die Leistungsfähigkeit oberhalb von 26 Grad Celsius messbar nachlässt und unterhalb von 19 Grad das Wohlbefinden deutlich sinkt.
Lüften richtig gemacht
In Räumen ohne mechanische Lüftung ist Stoßlüften (vollständig geöffnete Fenster für 5 bis 10 Minuten alle 1 bis 2 Stunden) effektiver als Kipplüften. Das spart Energie, weil die Wandtemperatur nicht abkühlt, und führt schneller zu echtem Luftaustausch. CO2-Ampeln sind kostengünstig und schaffen ein objektives Messkriterium statt der subjektiven „mir ist es zu stickig“-Diskussionen. In Räumen mit Klima- oder RLT-Anlagen ist die regelmäßige Hygieneinspektion nach VDI 6022 Pflicht.
Räume und Werkzeuge
Eine durchdachte Büroplanung berücksichtigt Lüftung, Beschattung und Wärmequellen (Geräte, Personen, Sonneneinstrahlung) von Anfang an. Möbel und Pflanzen sollten den Luftstrom nicht unnötig blockieren. IT-Dienstleistungen für den Mittelstand begleiten bei smarten Sensoren und Gebäudemanagementsystemen, die Klimadaten zentral erfassen.
Synonyme
Innenraumklima, Indoor Climate, Behaglichkeitsklima.
Siehe auch
- Innenraumklima
- Umgebungsbeleuchtung
- Ergonomie
- Pausenmanagement
Literaturhinweise
- ASR A3.5: Raumtemperatur. ASR A3.6: Lüftung.
- DIN EN 16798: Energetische Bewertung von Gebäuden, Lüftung.
- VDI 6022: Hygieneanforderungen an Lüftungs- und Klimaanlagen.
- Umweltbundesamt: Leitfaden für die Innenraumlufthygiene.
