interdisziplinäre Zusammenarbeit
Interdisziplinäre Zusammenarbeit beschreibt das gemeinsame Arbeiten von Personen mit unterschiedlichem fachlichem Hintergrund an einer gemeinsamen Aufgabe. Das können Vertrieb, Entwicklung, Marketing und IT in einem Produktteam sein, ebenso wie Architekten, Bauingenieure und Möbelplaner in einer Bürokonzeption. Die Disziplin der Disziplinen ist dabei keine Selbstverständlichkeit: Wenn Spezialisten in ihrer Fachsprache bleiben, entsteht kein Verständnis. Erfolgreiche interdisziplinäre Zusammenarbeit verlangt Übersetzungsarbeit, klare Rollen und gegenseitigen Respekt vor Fremdwissen.
Was hilft, was schadet
- Hilft: gemeinsame Räume, regelmäßige Synchronisationsmeetings, klare Rollen, gemeinsame Sprache, gegenseitige Hospitationen.
- Schadet: getrennte Stockwerke und Tools, Statusspiele zwischen Disziplinen, mangelnde Übersetzungsarbeit, Bewertung nur an der Disziplin-Leistung.
- Erfolgsfaktor: psychologische Sicherheit. Wer Angst vor dummen Fragen hat, fragt nicht und versteht nicht.
Räume und Werkzeuge
Interdisziplinäre Teams brauchen Räume, in denen sie spontan und ungestört zusammenkommen können. Eine durchdachte Büroplanung sieht offene Team-Inseln, große Workshop-Räume und gemeinsame Pausenbereiche vor. IT-Dienstleistungen für den Mittelstand begleiten bei einheitlichen Kollaborationsplattformen, damit nicht jede Disziplin in ihrem eigenen Tool-Silo bleibt.
Synonyme
Cross-funktionale Zusammenarbeit, Cross-Functional Teamwork, Multidisziplinäre Teams.
Siehe auch
Literaturhinweise
- Jürgen Mittelstraß: Methodische Transdisziplinarität. 2003.
- Edgar H. Schein: Humble Inquiry. 2013.
- Bundesministerium für Bildung und Forschung: Leitfaden interdisziplinäre Forschung.
