Konferenztische

Konferenztische sind speziell für Besprechungen, Workshops und größere Sitzungen konzipierte Tische. Im Vergleich zu Schreibtischen sind sie deutlich größer, repräsentativer und auf wechselnde Personenzahlen ausgelegt. Sie bilden den räumlichen Mittelpunkt eines Konferenzraums und prägen Ablauf, Akustik und Außenwirkung von Sitzungen. Eine durchdachte Wahl der Form, Größe und Ausstattung entscheidet, wie gut Diskussion, Präsentation und hybride Zuschaltung funktionieren.

Definition und Normen

Konferenztische werden im Bereich nicht-häusliche Möbel nach DIN EN 527 (Bürotische) und DIN EN 14749 (Stauraumelemente) geprüft. Wichtige Aspekte sind statische und dynamische Belastung, Standfestigkeit, Materialqualität und Brandverhalten der Oberflächen. Hochwertige Modelle haben das Quality Office-Siegel des Verbands Büro-, Sitz- und Objektmöbel (bso), das ergonomische Eignung und niedrige Schadstoffemissionen belegt.

Tischformen für Konferenzräume Rechteckklassisch, gut für8 bis 16 Personen Bootsformfreie Sicht zumDisplay TonnenformSichtkontakt füralle Beteiligten U-FormSchulungen,Frontalvortrag Rundkleine Runden,flache Hierarchie Modularflexible Kombi-nationen Klapp- & Falttischestapelbar, mobil Stehtischkurze Stand-up-Runden
Acht Tischformen mit jeweils typischem Einsatzfeld.

Größen und Platzbedarf

Pro Sitzplatz rechnet man mit etwa 70 bis 75 Zentimeter Breite und mindestens 60 Zentimeter Tiefe. Für 8 Personen reicht ein Tisch von 220 mal 100 Zentimeter, für 16 Personen sollten 440 mal 120 Zentimeter geplant werden. Rund um den Tisch sollten mindestens 80 Zentimeter Bewegungsfläche bleiben, um Stühle bequem heranzuziehen und vorbeizugehen. Die ASR A1.2 (Raumabmessungen) gibt entsprechende Mindestmaße vor.

Anschlüsse und Technik

  • Tischanschlussfeld: Strom, USB-A, USB-C, HDMI in der Tischmitte oder im Tischrand.
  • Kabelmanagement: Kabelwannen unter der Tischplatte, Auslass nach unten oder zur Seite.
  • Konferenzmedien: Mikrofone in der Tischmitte oder als Beamforming-Array an Decke und Wand.
  • Bodenanschluss: Bodentank für stationäre Räume mit häufiger Belegung.
  • Mediencenter: Sideboard mit Display, Kamera und Steuerung an der Stirnseite.

Materialien und Oberflächen

Häufig sind Melaminharz-beschichtete Holzwerkstoffe wegen ihrer Robustheit und Pflegeleichtigkeit, ebenso massives Furnier für repräsentative Räume. Glas wirkt edel, ist aber lärmaktiv und empfindlich. Linoleum und Funier-Echtholz werden zunehmend wegen Nachhaltigkeit und Akustik gewählt. Brandschutz nach DIN 4102 oder EN 13501 sollte je nach Gebäudeklasse beachtet werden.

Auswahl in der Praxis

Bei der Auswahl helfen drei Fragen: Wie groß ist der Raum, wie viele Personen sollen typischerweise teilnehmen, welche Sitzungsformen sind geplant (Diskussion, Schulung, hybride Konferenz)? Auf dieser Basis lässt sich die passende Form, Größe und Ausstattung wählen. Hochwertige Konferenztische und Besprechungsmöbel kommen meist mit zehn Jahren Garantie und modularer Erweiterbarkeit. Eine durchdachte Büroplanung bezieht Tisch, Stühle, Akustik und Konferenztechnik gemeinsam ein.

Synonyme

Besprechungstische, Meetingtische, Conference Tables. Im englischen Sprachraum ist Boardroom Table für besonders große, repräsentative Modelle gebräuchlich.

Abgrenzung zu

  • Schreibtische: persönlicher Arbeitsplatz, andere Ergonomieanforderungen.
  • Esstische / Cafeteria-Tische: kleinere Maße, andere Belastungsfälle.
  • Schulungstische: oft klappbar und stapelbar, geringere Tischtiefe.
  • Stehtische: nur für kurze Sitzungsformen geeignet.

Siehe auch

Literaturhinweise

  • DIN EN 527: Bürotische, Anforderungen.
  • DIN EN 14749: Wohn- und Büromöbel, Stauraumelemente.
  • ASR A1.2: Raumabmessungen und Bewegungsflächen.
  • DIN 18041: Hörsamkeit in Räumen.
  • Quality Office, Verband bso.
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