multifunktionale Möbel

Multifunktionale Möbel sind Bürostücke, die mehrere Funktionen in einem Möbel verbinden, etwa Sitz und Stauraum, Tisch und Whiteboard oder Trennwand und Akustik. Sie gewinnen an Bedeutung, weil Büroflächen flexibel nutzbar sein sollen und Beschäftigte zwischen unterschiedlichen Tätigkeiten wechseln. Statt für jede Aufgabe ein eigenes Möbel anzuschaffen, deckt ein gut gewähltes multifunktionales Stück mehrere Bedarfe gleichzeitig ab und spart dabei Fläche, Investition und Pflege.

Definition und Einordnung

Im Möbelmarkt ist multifunktional kein normierter Begriff. In der Praxis steht er für Möbel, die mindestens zwei eigenständige Funktionen vereinen oder durch Modulbauweise schnell für unterschiedliche Zwecke umgebaut werden können. Maßgebliche Normen für die Einzelfunktionen bleiben gültig, etwa DIN EN 16139 für Sitzmöbel, DIN EN 527 für Tische und DIN EN 14749 für Stauraumelemente. Hochwertige Modelle haben das Quality Office-Siegel des Verbands bso, das ergonomische Eignung und niedrige Schadstoffemissionen belegt.

Beispiele multifunktionaler Möbel Hocker mit StauraumSitzgelegenheitund Aufbewahrung Sideboard-SitzbankStauraum mitPolsterauflage Trennwand mit AkustikSichtschutz undSchallabsorber Stehtisch mit WhiteboardStand-up undNotation Modulsofaflexibel,erweiterbar Klapptischstapelbar,platzsparend Schreibtisch mit HubSitzen und Stehen Phone-BoothAkustik plus Mini-Büro
Acht Beispiele, die in modernen Büros häufig kombiniert werden.

Vorteile

  • Flächeneffizienz: mehrere Funktionen auf gleichem Raum.
  • Flexibilität: schnelle Anpassung an Workshops, Schulungen oder spontane Treffen.
  • Investitionseffizienz: ein Möbel statt zwei oder drei.
  • Akustik: Polsterelemente und Trennwände verbessern die Raumakustik nach DIN 18041.
  • Aufgeräumte Räume: integrierter Stauraum reduziert Sichtbares und damit visuelle Unruhe.

Grenzen und Auswahlkriterien

Multifunktionalität hat ihren Preis. Hocker mit Stauraum sind weniger bequem als gepolsterte Sessel, klappbare Tische weniger stabil als feste Konferenztische. Wer multifunktional plant, sollte konkret prüfen, wie oft welche Funktion genutzt wird und ob die Kompromisse passen. Hochwertige Modelle haben durchdachte Mechanik, leise Schließsysteme und langlebige Materialien. Ein Blick in Garantielaufzeit, Ersatzteilverfügbarkeit und Quality-Office-Zertifizierung lohnt sich.

Räume für mehrere Tätigkeiten

Der größte Hebel multifunktionaler Möbel zeigt sich, wenn ein Raum mehrere Tätigkeiten gleichzeitig oder nacheinander aufnimmt: Schulung am Vormittag, kollaborative Arbeit am Nachmittag, Lounge am Feierabend. Eine durchdachte Büroplanung denkt diese Szenarien gemeinsam mit der Möbelauswahl und sorgt dafür, dass Raum und Möbel zueinander passen. Wer Mehrzweckflächen plant, profitiert besonders von Lounge- und Mehrzweckmöbeln mit modularer Bauweise.

Synonyme

Mehrzweckmöbel, Wandelmöbel, Multipurpose Furniture, Hybridmöbel. Im englischen Sprachraum wird häufig der Begriff Multipurpose Furniture verwendet, im deutschen Markt steht Mehrzweck oft für besonders flexible Workshop-Möbel.

Abgrenzung zu

  • Modulmöbel: baukastenartig, nicht zwingend mit mehreren Funktionen.
  • Konferenzmöbel: spezialisiert auf strukturierte Sitzungen.
  • Loungemöbel: spezialisiert auf entspannte Aufenthalte.
  • Akustische Möbel: spezialisiert auf Schallabsorption.

Siehe auch

Literaturhinweise

  • DIN EN 527: Bürotische, Anforderungen.
  • DIN EN 16139: Möbel, Festigkeit, Dauerhaltbarkeit und Sicherheit, nicht-häusliche Sitzmöbel.
  • DIN EN 14749: Wohn- und Büromöbel, Stauraumelemente.
  • DIN 18041: Hörsamkeit in Räumen.
  • Quality Office, Verband bso.
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